SVW bestreitet Sonntag 11.30 Uhr sein erstes Spiel nach der Wonterpause gegen den VfB Friedrichshafen

Die besten Spieler fehlen zum Start in die Rückrunde

Der SV Weingarten startet am Sonntag (11.30 Uhr, Lindenhofstadion) mit einem Heimspiel gegen den VfB Friedrichshafen sein Himmelfahrtskommando Landesliga-Rückrunde. Mit Happy End Klassenerhalt? „So lange es rechnerisch möglich ist, werden wir alles dafür tun“, gibt sich der neue Trainer Thomas Lupfer kämpferisch.

Die Herausforderung, die sich Lupfer ausgesucht hat, könnte kaum größer sein: Mit seinem neuen Verein geht er mit elf Punkten Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz ins Rennen. Unter den acht Winter-Zugängen ist kein Wunderkind Marke Erling Haaland zu entdecken. Und in Martin Bleile, Dumitru Muntean und Florin Muresan fallen die drei Spieler mit dem wohl größten Potenzial im Kader erst einmal aus.

Rote Karte im Vorbereitungsspiel

Tempodribbler und Torjäger Bleile, der eine starke Vorbereitung absolviert hat, laboriert an einer Muskelverletzung. Mittelfeldmann Muntean ist noch vier Spiele gesperrt. Und Muresan hat es fertiggebracht, im Vorbereitungsspiel gegen den FV Neufra eine Rote Karte zu kassieren. Thomas Lupfer bricht allerdings eine Lanze für seinen Innenverteidiger: „Die Entscheidung des Schiedsrichters war zu hart“, sagt der Trainer. „Ein anderer hätte diese Karte nicht bekommen. Es heißt doch mittlerweile schon: Die Rumänen von Weingarten eben.“ Nüchtern betrachtet rechnet Lupfer allerdings damit, vier Wochen auf Muresan verzichten zu müssen.

Definitiv beendet ist die Weingartener Zeit von Torhüter Marius Suta. Noch unter dem alten Trainer Nectad Fetic hatte es Kritik an der Einstellung des Keepers gegeben – Fetic hatte ihn nicht mehr eingesetzt. „Das Kapitel Marius Suta hat sich beim SV Weingarten erledigt“, bestätigt auch Ralf Wetzel von der sportlichen Leitung. Mit Dumitru Muntean hat Wetzel ein klärendes Gespräch geführt – der Mittelfeldmann bleibt. „Er hat sehr gut trainiert und nur einmal gefehlt – obwohl er weiß, dass er noch lange nicht spielen kann“, berichtet Thomas Lupfer und gibt sich optimistisch: „Wir haben viel gesprochen – ich denke, wir haben einen guten Draht gefunden.“ Ein Träumer will der neue Trainer aber nicht sein: Realistisch betrachtet ist der Klassenerhalt kaum mehr möglich. „Eine Chance haben wir nur, wenn wir in einen Flow kommen – und das schaffen wir nur, wenn es uns gelingt, ein echtes Team zu sein.“ Der Verein will übrigens dauerhaft mit Lupfer arbeiten: Vergangene Woche wurde der Vertrag bis Sommer 2021 verlängert.

Aderlass in der Winterpause

Kurzfristig hat der SVW im Winter Abhilfe auf der Torhüterposition geschaffen: Burak Danisan, gekommen vom SK Weingarten, hat aktuell die Nase „ein Schnäpsle“ (Lupfer“) vorn gegenüber Marian Stroe, der vom TSV Opfenbach kam. Ansonsten hat der Verein eher Perspektivspieler geholt. Lediglich Farouk Morou, wie Danisan vom SK Weingarten, räumt Lupfer eine Chance auf die Startelf ein. Landesliga-Erfahrung bringt Tunc Albayrak von seiner Zeit beim FV Ravensburg mit – er hat nach etlichen Monaten Pause aber enormen Trainingsrückstand.

Nicht weniger als sieben Spieler haben den SVW im Winter verlassen. Der Kern der Mannschaft ist jedoch geblieben – und hier sieht der Trainer auch das Potenzial: „Die erste Elf ist landesligatauglich“, legt sich Lupfer fest und wiederholt noch einmal eindringlich: „Das hilft aber alles nichts, wenn die Mannschaft nicht als Team auftritt.“ Hier ist der Coach optimistisch: „Die Trainingsbeteiligung ist hervorragend – obwohl wir wirklich harte Einheiten machen.“ Ins Grübeln kommt Lupfer allerdings, wenn er an den Sonntagmorgen denkt: Ein Erfolgserlebnis wäre so wichtig für sein Team – und natürlich auch ihn selbst bei seinem Landesligadebüt. Es kommt aber der VfB Friedrichshafen – einer der Meisterschaftsfavoriten. „Die Friedrichshafener schießen 2,6 Tore pro Spiel“, sagt Lupfer. „Wichtig ist in diesem Spiel erst einmal die Körpersprache – und dass wir kompakt stehen.“

Quelle: Schwäbische Zeitung

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