SV Weingarten kann weiter hoffen

02.06.2018 – SV Weingarten – TSV Berg 2:2 (0:2)

Der am letzten Spieltag spielfreie SV Weingarten ist auf die Schützenhilfe vom FV Ravensburg II (gegen SV Mietingen) und TSV Berg (gegen TSG Ehingen) angewiesen – Berg und Weiler kämpfen um Relegationsplatz-

Weingarten / – Durch ein 2:2 gegen den TSV Berg hat der SV Weingarten die Chance auf den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga gewahrt. Die Weingartener holten dabei durch Tore von Jakub Jelonek und Martin Bleile in den letzten fünf Minuten einen 0:2-Rückstand auf. Berg verspielte dagegen die Chance, die Aufstiegsrelegation frühzeitig klarzumachen.Die Berger starteten mit einem Abwehrpatzer in die Partie – dadurch hatte gleich in der ersten Minute Weingartens Stürmer David Stellmacher freie Bahn, scheiterte aber an TSV-Torhüter Tobias Ullrich. Danach bekamen die Berger die Partie mehr und mehr in den Griff, mussten zunächst aber wegen eines Migräneanfalls den Ausfall von Arne Kittel kompensieren – für Kittel kam Linus Held.

Der führte sich gleich mit einem Zuspiel auf Andreas Kalteis ein, der Stürmer hob den Ball über den herauseilenden Marius Suta hinweg – knapp neben das Tor. Wenig später lag die Kugel dann aber doch im Netz: Silvio Battaglia holte sich den Ball nach einem zu lang geschlagenen Eckball, steckte auf Dan Constantinescu durch, der parallel zur Grundlinie scharf nach innen passte – am langen Pfosten hatte David Brielmayer keine Mühe, den Ball zum 1:0 über die Linie zu drücken.

Die Weingartener warfen sich in jeden Zweikampf, im Passspiel nach vorne war ihnen der Druck im Abstiegskampf aber anzumerken. Kaum einmal gelang eine Aktion wie die von Manuel Romer in der 29. Minute: Der Youngster schirmte den Ball gut ab, schickte Stellmacher, aber der wurde im letzten Moment geblockt. Die Nervosität war beim SVW mit den Händen zugreifen – wie beim 0:2. Bergs Jonas Schuler setzte sich links durch, in der Mitte attackierte kein Weingartener Battaglia, schon war es passiert.

Die beiden Torschützen: Martin Bleile (links) und Kuba Jelonek Quelle:fupa.net

In Halbzeit zwei mussten die Weingartener alles auf eine Karte setzen. Die Mannschaft erhöhte das Risiko, Trainer Thomas Gadek stellte auf Dreierkette um und versuchte, mit einem Dreifachwechsel für die letzte halbe Stunde noch einmal einen Impuls zu setzen. Das erste Resultat war eine Co-Produktion der Margreiters: Lukas flankte in der 63. Minute auf den eingewechselten Felix, aber der schoss volley über das Tor. Berg verlor jetzt zunehmend den Faden, der eingewechselte Christian Hepp blieb mit seinen Entlastungsaktionen ohne Glück. In der Schlussphase, als Bergs Trainer Oliver Ofentausek neben Fabian Schnitzer auch Ersatztorhüter Alin Constantinescu als Feldspieler brachte, bäumte sich Weingarten noch einmal richtig auf. Mit Erfolg: Erst wuchtete Kapitän Jakub Jelonek – sträflich alleingelassen – den Ball per Kopf ins Tor. Und in der Nachspielzeit mündete Martin Bleiles trockener Schuss von halbrechts zum 2:2 für großen Jubel.

Nachbarn können SVW helfen

„Das Spiel meiner Mannschaft war schlecht“, ärgerte sich Bergs Trainer Oliver Ofentausek. „Zu träge, zu wenig Beweglichkeit – da war zu viel Zufriedenheit. Manche haben wohl gedacht: Das läuft von allein.“ Eine weitere Erkenntnis: „Die Auswechslungen haben nichts bewegt.“ Jetzt müssen die Berger nachsitzen: Weil Weiler parallel gegen Meister Laupheim gewann, entscheidet sich das Rennen um Platz zwei am letzten Spieltag.

„Gut für uns: Jetzt steht Berg am letzten Spieltag unter Druck“, frohlockte Thomas Gadek, der mit seinem Team durch den einen Punkt auf Platz 13 vorgerückt ist. Verrückt: Die Weingartener müssen gleich zweifach der Konkurrenz im Schussental die Daumen drücken. Nur wenn Berg am letzten Spieltag gegen Ehingen siegt und Ravensburg II gegen Mietingen gewinnt, haben die Weingartener noch eine Chance. „Ehrlich gesagt, weiß ich momentan gar nicht, wie ich das einordnen soll“, meinte Gadek. „Als ich hier im Winter übernommen habe, habe ich gesagt: Wenn wir die Relegation erreichen würden, wäre das schon großartig.“ Gadek hatte stets kühn behauptet: „Alles wird sich am letzten Spieltag entscheiden.“ Er hatte Recht.

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