Richtungsweisend für beide Teams

11.05.2018 – Eschach und Weingarten treffen sich am Freitagabend (19:00 Uhr) zum Landesliga-Abstiegsderby

Beide Kontrahenten stehen auf einem Abstiegsplatz, die beiden Mannschaften trennt in der Tabelle nur ein Punkt. Dennoch ist die Lage für den SV Weingarten prekärer: Gerade einmal vier Spiele bleiben dem SVW noch, um dem Gang in die Bezirksliga von der Schippe zu springen. „Die Stimmung ist angespannt – darüber brauchen wir nicht zu diskutieren“, sagte Weingartens Trainer Thomas Gadek. Logisch: „Die Partie in Eschach ist richtungsweisend – für beide Mannschaften.“

Pech für die Weingartener: Beim Zweikampf kurz vor der Pause in der Partie gegen den FV Olympia Laupheim hat sich Dominik Damjanovic schwerer verletzt als zunächst gedacht. „Dominik wird wohl für den Rest der Saison ausfallen“, berichtet Gadek. Ein weiterer Ausfall im Mittelfeld also, wo die Weingartener weiter auf den gesperrten Dumitru Muntean verzichten müssen – ein Urteil vom WFV zur Roten Karte des Winterneuzugangs ist noch gar nicht eingetroffen.

Immerhin ist Stürmer David Stellmacher zurück – Slavisa Dakovic wird also wohl um eine Position nach hinten rücken und der junge Manuel Romer nach dem guten Auftritt vor allem zu Beginn der Partie gegen den Tabellenführer eine weitere Chance vorne links bekommen.

Seine Hoffnung auf den dringend benötigten Sieg in Eschach zieht Thomas Gadek aus den Leistungen seines Teams in den letzten Derbys gegen den FV II und den SV Kehlen: „Es wäre vermessen zu sagen, dass wir gegen Laupheim hätten gewinnen müssen – gegen die beste Mannschaft der Liga kann man mit 0:2 verlieren.“ Der Trainer setzt auch auf die Heimbilanz des TSV: „Auf eigenem Platz sind die Eschacher angreifbar.“ Gadek kennt allerdings die eigene Bilanz in Auswärtsspielen, in denen der SVW gerade mal fünf Punkte geholt hat: „Aber die Tendenz geht nach oben.“

Eine positive Tendenz sieht auch Stefan Krause, der Trainer des TSV Eschach, bei seiner Mannschaft: „Die Jungs haben in Mietingen zwei Mal einen Rückstand aufgeholt.“ Der Coach sieht aber auch noch einiges an Luft nach oben, gerade was das Kämpferische anbelangt.

Auch die Eschacher haben vor dem Kellerderby schlechte Nachrichten zu verkraften: Michael Fäßler, bester Goalgetter des TSV und mit seinen 14 Treffern aktuell immerhin die Nummer sechs der Landesliga, droht das Saisonende. Doppelter Meniskusschaden rechts – so die erste Diagnose. „Ein MRT steht noch aus“, aber Krauses Hoffnungen, Fäßler im Abstiegskampf noch einmal einsetzen zu können, sind gering.

Dafür bescheinigt er Patrick Kapellen, der für Fäßler in die Startelf rutschte, eine gute Partie in Mietingen – nicht nur wegen seines Tores zum zwischenzeitlichen 1:1. Krause baut speziell für das Derby sowieso auf den langen Stürmer: „Er wird hochmotiviert sein, wenn es gegen die ehemaligen Mannschaftskollegen aus Weingarten geht.“

Benedikt Böning eher hängend auf der Zehn, Kapellen davor – das könnte eine Idee gegen den SVW sein. Zumindest sah Krause sein Team in dieser Variante nach Bönings Einwechslung in Halbzeit zwei stärker als in Durchgang eins.

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