Punkteteilung im Abstiegsderby

11.05.2018 – TSV Eschach – SV Weingarten 1:1 (0:0)

SZ – Der TSV Eschach und der SV Weingarten haben sich im Landesliga-Kellerduell mit einem gerechten 1:1 getrennt – einem Unentschieden, das beiden Mannschaften nicht hilft. Die Weingartener schafften es nicht, eine halbstündige Überzahl in sichtbare Vorteile umzumünzen.

Der TSV Eschach ging im gewohnten 4-4-2 in das Derby. Die einzige Überraschung: Offensiv stand rechts Marcel Heinrich in der Startelf, Tobias Weiß saß auf der Bank. Das Trainerteam war wohl mit Weiß’ Leistung in Mietingen nicht zufrieden gewesen – Stefan Krause hatte noch ein zweites Argument: „Wir wollten von der Bank aus nachlegen können.“ Thomas Gadek schickte seinen SV Weingarten im selben System ins Rennen: Slavisa Dakovic und David Stellmacher sollten zusammen ganz vorne für Gefahr sorgen.

In einer ersten Halbzeit, in der es mit viel Tempo hoch und runter ging, hatte der SVW die erste Chance: Nach einem Eckball von Dakovic stieg Christian Eicher im Zentrum an höchsten, Martin Bleile lauerte am langen Pfosten, traf aber nur das Außennetz. Zwei Minuten später stand auf der anderen Seite Patrick Kapellen nach einem Freistoß von Manuel Ruess blank, köpfte aber vorbei.

Dann war wieder Weingarten dran: Als sich Eschachs Raphael Baumann einen Ballverlust leistete, war Manuel Romer in der 13. Minute durch, schoss aber knapp am Tor vorbei. Und schon ging’s drüben weiter: In der 15. Minute war Florian Locher links auf und davon und legte quer, aber Manuel Ruess schoss weit drüber. In der 21. Minute hatte Locher dann selbst seinen Versuch, den Schlenzer von halblinks entschärfte Marius Suta im Weingartener Tor. Nur eine später flog wieder eine Eschacher Flanke von links in den Strafraum, erneut stand Kapellen frei, wieder setzte der Stürmer den Kopfball knapp daneben.

Torschütze David Stellmacher (links) im Duell mit Michael Eitel ; Quelle: Schwäbische Zeitung

Dann wieder Romer auf Stellmacher, aber der schoss weit vorbei – und in der 31. Minute ein typischer Dakovic: Weingartens Nummer 10 setzte aus knapp 50 Metern eine Bogenlampe an – Patrick Rebstock im Weingartener Tor hatte Glück, dass die Kugel knapp vorbei ging.

In Halbzeit zwei – bei Eschach kam Weiß für Heinrich – tat sich zunächst wenig. Bis zur 58. Minute, da wusste sich SVW-Innenverteidiger Raphael Schmid nur durch einen Trikotzupfer gegen Benedikt Böning zu helfen. Der tadellose Schiedsrichter Lukas Wahl zeigte sofort auf den Punkt. Suta war an Lochers Schuss zwar noch dran, der Ball war aber trotzdem drin.

Die Führung hielt nicht lange: In der 62. Minute stoppe Eschachs Innenverteidiger Tim Kibler Dakovic mit einem Foul – weil Dakovic auf dem Weg zum Tor war, musste der bereits verwarnte Kibler mit Gelb-rot vom Platz. Den Freistoß setzte Stellmacher, noch von der Mauer abgefälscht, zum Ausgleich ins Tor.

Die Weingartener witterten ihre Chance. Gadek brachte auf der linken Seite gleich zwei frische Kräfte. Aber es haperte an Ideen, um die jetzt massiert stehende Defensive der Eschacher zu knacken. Im Gegenteil: Nach einem dicken Patzer von Jakub Jelonek hatte Weiß sogar für Eschach die Chance zum Siegtreffer, scheiterte aber am souveränen Suta.

„Die Jungs haben zu zehnt sehr gut verteidigt, Tobias Weiß war sogar nahe dran am 2:1“, meinte Stefan Krause. Die Situation brachte Eschachs Trainer dann aber auf den Punkt: „Das 1:1 bringt keinem was.“ Am wenigsten dem SV Weingarten, der jetzt nur noch drei Spiele hat, um dem Abstieg zu entgehen. „Die anderen müssen auch erst einmal gewinnen“, machte SVW-Trainer Gadek sich und seinem Team Mut. Er ärgerte sich allerdings über den Patzer, der zum Elfmeter führte – und darüber, dass seine Mannschaft den numerischen Vorteil nicht nutzen konnte: „Wir haben zu umständlich gespielt.“

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