Nach WM-Aus: Giulia Gwinn soll es künftig richten

01.07.2019 – Bild: im Januar war Giulia (Mitte) Glücksfee bei der Cordial Cup-Auslosung in den Räumen von TOX PRESSOTECHNIK

Quelle: SZ Online

Trotz des abermaligen Rückschlags ist den DFB-Verantwortlichen um die Zukunft des deutschen Frauenfußballs nicht bange.

Zwar verlor das Team von Martina Voss-Tecklenburg im Viertelfinale der WM in Frankreich, doch der begonnene Prozess soll vor allem mit den jüngeren Spielerinnen forciert werden. Die Bundestrainerin deutete am Samstag nach dem 1:2 im Viertelfinale gegen Schweden an, dass „die eine oder andere mit dem Gedanken spielt, aufzuhören in der Nationalmannschaft“. Wer das sein wird, verriet die 51-Jährige nicht. Ein großer Umbruch wie nach der WM 2011 oder Olympia 2016 steht aber nicht an. Eher ein Umbruch light.

Das Reservoir an Talenten ist weiterhin groß. Die müssen weiter gefordert und gefördert werden. Auch dafür soll Cheftrainerin Voss-Tecklenburg gemeinsam mit den U-Nationaltrainerinnen die treibende Kraft sein. „Deswegen werden wir morgen anfangen, uns auf die anstehenden Turniere vorzubereiten“, sagte DFB-Interimspräsident Rainer Koch, der von einer „langfristigen Strategie“ sprach.

Erst kürzlich wurde die U17 Europameister. Im August steht die EM-Endrunde der U19-Frauen an, die noch von Maren Meinert trainiert werden. Koch hofft, dass die Euphorie beim Nachwuchs jetzt nicht abebbt. „Ich hoffe, dass eine ganze Reihe von Mädchen nun wieder Lust am Fußball und am Verein hat. Das muss weiter mit befördert werden. Ich habe vor Ort selbst erfahren, wie die Älteren mit den ganz jungen Spielerinnen harmonieren und welch gute Stimmung da herrscht. Das ist dem Trainerteam zuzuschreiben“, lobte Koch.

Voss-Tecklenburg hob noch einmal Giulia Gwinn hervor. Am kommenden Dienstag wird die vielseitige Freiburgerin, gebürtig aus Ailingen am Bodensee, die ab Sommer für Bayern München spielt, 20 Jahre alt und hat alle fünf WM-Spiele über die volle Distanz bestritten.

Giulia mit 8 Jahren im Training in ihrem Heimatort (Foto privat)

Giulia in der Saison 2015/16 im Dress des SV Weingarten

Angefangen hat Giulia´s Fußballkarriere im Alter von 8 Jahren in der Jugend der TSG Ailingen. Nach nicht mal einem Jahr in Ailingen wechselte sie zum VfB Friedrichshafen, 2009 weiter zum FV Ravensburg. Nach weiteren fünf Jahren spielte sie unter Trainer Emil Petca ein Jahr für die B-Junioren des SV Weingarten. Im Jahr 2015 ging Giulia Gwinn zum SC Freiburg und von dort führt ihr Weg nun zum deutschen Vizemeister FC Bayern München.

 

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