Erfolgreicher Einstand von Robert Stellmacher

29.09.2017 – SV Weingarten – VfB Friedrichshafen 1:0 (1:0)

Tor von Raphael Schmid (40. Minute) entscheidet Landesligaderby. Klicken Sie hier, um den Treffer anzuschauen.

Bild: in der letzten Saison noch im selben Dress: David Schmitz (links) und Slavisa Dakovic

Weingarten chm Der SV Weingarten hat sein Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen den VfB Friedrichshafen mit 1:0 gewonnen. Das Tor des Tages erzielte Innenverteidiger Raphael Schmid per Kopfball nach einer Ecke.

Marcel Maier hielt seinen Kasten sauber und war Garant für den 1:0 – Sieg

Weingarten erwartete den VfB kompakt. Der neue Trainer Robert Stellmacher ließ sein Team erst ab der Mittellinie attackieren und setzte auf Konter über seine schnellen Offensivkräfte. Zu Beginn kamen die Friedrichshafener allerdings viel besser zurecht – in der ersten Viertelstunde wankte der SVW. Echte Torchancen hatten die Gäste aber keine – in der 7. Minute war Weingartens Torhüter Marcel Maier gegen den heranstürmenden Eugen Strom auf dem Posten.

Ab der 20. Minute hatten sich die Hausherren sortiert. Ein gelungener Angriff über die rechte Seite, bei dem die VfB-Defensive gerade noch einen Fuß in den Abschluss von David Stellmacher bekam, läutete den Niedergang der Häfler ein. Deren Spiel wurde immer langsamer, die Fehlpässe häuften sich. Ein Kopfball von Stefan Abadzic nach einem Freistoß war das einzige, was der VfB vor der Pause noch Richtung Tor brachte.

Auf der anderen Seite kamen Weingartens Tempogegenstöße jetzt immer besser durch – und plötzlich stand es 1:0. Nicht per Konter, sondern nach einer Standardsituation: Eckball von rechts auf das kurze Eck des Fünfers, Verteidiger Raphael Schmid nimmt Anlauf und wuchtet den Ball per Kopf ins Tor. David Schmitz und Heiko Holzbaur hatten beim VfB offenbar nicht eindringlich genug vor der Qualität ihres Ex-Mitspielers gewarnt.

Friedrichshafens Trainer Christian Wucherer konnte mit dem Spiel seines Teams nicht zufrieden sein. Immer wieder forderte er lautstark höheres Tempo – und brachte nach der Pause Valentin Marte rechts offensiv für Abadzic. Weingartens neuer  Trainer Robert Stellmacher stellte kurz drauf Okan Celik gegen den neuen Mann beim Gegner.

Es dauerte lange, bis der VfB den Druck auf das Weingartener Tor aufbauen konnte, den sich Wucherer gewünscht hatte. So richtig ging’s eigentlich erst los, nachdem der Coach per Doppelwechsel Ibrahim Tuncay und Pascal Booch gebracht und auf zwei Spitzen umgestellt hatte. Ab der 70. Minute wurde der SVW regelrecht hinten eingeschnürt – vor allem VfB-Linksverteidiger Denis Nikic zog eine Flanke nach der anderen in den Strafraum. Dort rutschten die Mannschaftskollegen aber immer wieder am Ball vorbei oder ein Weingartener Bein war dazwischen. Die beste Chance hatte Tuncay in der 83. Minute, er schoss aber über das Tor.

Robert Stellmacher, sichtlich zufrieden nach dem Erfolg gegen den VfB Friedrichshafen

Bei allem Druck blieben die Weingartener über ihre Konter gefährlich. David Stellmacher hatte die beste Möglichkeit zur Vorentscheidung, als er in der 79. Minute den letzten Verteidiger schon ausgetanzt hatte, aber das Tor nicht traf. Trotzdem: Der SVW verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Schluss. Robert Stellmacher, der eine Trainingseinheit mit seinem Team tags zuvor zur Vorbereitung hatte, meinte nach seinem Debüt: „Meine Aufgabe war es, die Mannschaft zu motivieren. Kampf, Kampf, Kampf – das war das Ziel. Die Jungs haben ein tolles Spiel gemacht.“ Eine Woche nach dem 5:1-Sieg gegen den TSV Berg ein 0:1 beim SV Weingarten – da ist es wieder, das alte Problem mit der fehlenden Konstanz beim VfB Friedrichshafen. „Einmal himmelhochjauchzend, dann zu Tode betrübt – ich kann mir das einfach nicht erklären“, ärgerte sich Wucherer. „Vor allem die 25 Minuten vor der Halbzeitpause waren einfach schlecht.“

Tor: Raphael Schmid (40.) – Schiedsrichter: Bender (Gomaringen) – Zuschauer: 200 – SVW: Maier – L. Margreiter (53. Celik), Gentner, Schmid, Koc – Damjanovic, Theivendrarajah (61. Romer) – Kale, Dakovic (80. Kautt), Bleile – Stellmacher (90. Böning).

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